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Messstellenbetreiber und Verteilnetzbetreiber

Empfehlung zur zukunftssicheren Ausprägung der Rollen

Entkopplung der Aufgaben von MSB und VNB

Spätestens seit MaKo 2020 sind die Aufgaben und folglich auch die Datenzuständigkeit zwischen VNB und MSB klar getrennt: Die MSB sind für die Messdatenerfassung, Qualitätssicherung und Verteilung im Markt zuständig; die VNB haben die Verantwortung für die Bereitstellung des Netzes, die Stammdaten und die Bilanzierung.

Die Messentgelte werden künftig über den MSB abgerechnet werden. Außerdem ist mit der Marktkommunikation der WiM (Wechselprozesse im Messwesen) das Eigentum der Messgeräte von den VNB auf die MSB übergegangen. Das Gerätemanagement und die Verwaltung aller Gerätedetails sind nun beim MSB (insb. gMSB) verortet.

Zukünftig sieht die Gesetzgebung weitere neue Aufgaben für die VNB vor. Sie werden mit Redispatch 2.0 und KORRR neue umfangreiche Verpflichtungen in puncto Netzsicherheit erhalten. (Mehr auf www.redispatching.de)

Fachartikel: MSB und VNB – wohin geht die Reise?!
 

Zukunftssichere IT-Landschaft: Eigenständige Systeme für MSB und VNB

Die Aufgabenmengen beider Marktrollen steigen weiter an, haben aber keine Schnittmengen mehr, sondern sind bereits heute differenziert. Das zeigt sich auch in den IT-Systemen, denn die Menge an gemeinsam nutzbaren Funktionalitäten geht gegen Null. Das bedeutet, dass die Gesamtkomplexität in einem gemeinsam genutzten VNB/MSB-System immer unkontrollierbarer (d.h. komplexer, instabiler, schlechter wartbar etc.) wird. Eine Trennung der Systeme und somit Entlastung um marktrollenfremde Funktionalitäten reduziert Komplexitäten, erhöht die Gesamtstabilität und senkt die Betriebs- und Wartungskosten. Außerdem sind die gerätetechnik-bezogenen Prozesse im VNB-System nicht mehr korrekt verortet, sondern gehören heute ins MSB-System.

Mit einer separaten MSB-Software sind Sie bestmöglich für die Zukunft aufgestellt, sind flexibel hinsichtlich der Ausprägung neuer Geschäftsmodelle und der Weiterentwicklung des Marktrollendesigns und unterstützen nicht zuletzt Ihre Mitarbeiter bei der zielgerichteten Ausübung ihrer jeweiligen Rolle.

Keine teure Migration

Möglichst frühzeitig auf ein eigenständiges MSB-Cockpit zu setzen hat außerdem den Vorteil, dass Stadtwerke so teure Migrationsprojekte vermeiden können, die bei einer späteren Trennung der Systeme durchgeführt werden müssten.

Neue Marktrolle Energie-Service-Anbieter (ESA)

In Zukunft wird sich der Wettbewerb am Messplatz weiter verschärfen. Denn am 1. April 2022 wird mit einer WiM-Erweiterung „WiM 2022“ (Wechselprozesse im Messwesen) die neue Marktrolle Energie-Service-Anbieter (ESA) geschaffen und damit sozusagen die fehlende Brücke zwischen der rein technischen Erfassung der Messdaten und der vertrieblichen Nutzung am Kunden gelegt.

Für die EVU bedeutet dies erstens, dass die branchenfremden wMSB und ESA ihr Handlungsfeld ausdehnen werden, Schritt für Schritt weiter in den ursprünglichen Zuständigkeitsbereich der EVU eindringen und deren Kunden – sowohl Industrie und Gewerbe als auch private – abwerben könnten. Die zweite Konsequenz ist der operative Aufwand auf Seiten der MSB, der mit Einführung der ESA deutlich steigen wird. Denn mit den ESA muss ein kompletter Bestellprozess korrekt abgewicklet werden, an dessen Ende der MSB die Daten an den ESA genauso hochwertig übermitteln muss wie an die anderen Marktteilnehmer. Also wird die Abwicklung des aufwändigen ESA-Bestellprozessesentweder eine automatisierte Software-Lösung für MSB oder viel Personal erfordern.

Eigenständiges MSB-Cockpit

KISTERS stellt den MSB in den Mittelpunkt des neuen cloud-fähigen MSB-Cockpits. Stadtwerke können damit gMSB und wMSB im gleichen System aufsetzen und sich so Margen über das wMSB-Geschäft sichern.

Mehr zum MSB-Cockpit


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